10 Jahre OpenStreetMap und warum die Wheelmap mitfeiert

Die OpenStreetMap feiert am 9.8.2014 ihren 10-jährigen Geburtstag. Ein guter Anlass, um die freie Weltkarte mit ihrer riesigen Community noch einmal vorzustellen. Denn auch für die Wheelmap sind die Geodaten der OpenStreetMap der Grundbaustein, um die rollstuhlgerechten Orte anzeigen zu können.

wheelyOSMgeburtstag

Im Sommer 2004 startete Steve Coast das Projekt zur Erstellung einer freien Weltkarte in London. Nach 10 Jahren und mit über 1,5 Millionen mithelfenden Mappern in allen Teilen der Welt ist der Bestand an gesammelten Geodaten in der OpenStreetMap enorm.

Von Beginn an war klar, dass das Kartografie-Projekt nur auf der Basis von Open Data laufen kann und eine Community von freiwilligen Kartografierern bei so einer großen Menge und Dynamik von Daten eine zentrale Rolle spielt:

Man braucht Nutzer vor Ort, die in einem ersten Schritt mit GPS-Empfängern Straßen, Wege, Gebäude etc. aufzeichnen und hochladen. Und dann wieder weitere Nutzer, die mit ihrem Wissen zu den lokalen Beschaffenheiten ihrer Umgebung die Rohdaten bearbeiten und mit Attributen versehen.

Die Geo-Informationen sind in einer Wiki-ähnlichen Datenbank frei verfügbar. Mittlerweile nutzen große Webservices wie foursquare, pinterest und flickr OpenStreetMap-Daten. Darüber hinaus sind viele weitere Kartenprojekte für bestimmte Interessengruppen entstanden wie z.B. die OpenSeaMap, zahlreiche Rad- und Wanderkarten.

Aber auch ungewöhnlichere Mashups sind aus den freien Daten entstanden, wie z.B. die OpenGastroMap, die Raucherrestaurants in Deutschland, Österreich und der Schweiz anzeigt oder die Mateka’te des Chaos Computer Clubs Mainz, die darüber informiert, wo man die nächste Club-Mate kaufen kann.

Wie Openstreetmap und Wheelmap zusammenhängen

Kommt euch das Prinzip der Community und die Funktionsweise der Map bekannt vor? Tatsächlich basiert auch die Wheelmap auf den Geodaten der OpenStreetMap. Aus ihr stammen die Ortstypen, die die Wheelmap anzeigt genauso wie das Attribut “Rollstuhlstatus”, das mit “ja”, “teilweise” oder “nein” belegt werden kann. Und auch die vielen grauen Orte, denen noch kein Rollstuhlstatus zugewiesen wurde.

Ihr ahnt es bereits: In der Wheelmap könnt ihr eben diesen Rollstuhlstatus als voll, teilweise oder nicht rollstuhlgerecht – grün, gelb oder rot – zu öffentlichen Orten sehen oder selbst eintragen.

Und genau hier liegt der Knackpunkt: Der Austausch der Geodaten funktioniert in beide Richtungen. Auch alle Markierungen und Veränderungen, die in der Wheelmap von euch gemacht werden, erscheinen in der OpenStreetMap. Die Synchronisierung der Daten ist auch der Grund, warum sich Wheelmap-Nutzer für das Bearbeiten und Hinzufügen von Orten mit einem OpenStreetMap-Account registrieren müssen.

Kurz gesagt: Auch die Community der Wheelmap ist ein Teil der großen OpenStreetMap-Community. Und daher freuen und feiern wir heute auch kräftig mit: Herzlichen Glückwunsch, liebe OpenStreetMap, “wie schön, dass du geboren bist…!”

Update vom 12.8.: Aus der Community haben wir noch einen tollen Link zugeschickt bekommen, über den man die großartige Arbeit der OSM noch einmal im zeitlichen Vergleich ansehen kann.

OSM-Ausschnitt Berlin 2007 und heute

Umgebung um den Zoo Berlin in der OpenStreetMap 2007 und heute im Vergleich

 

Veröffentlicht unter Allgemeines
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Hier beantworten wir häufig gestellte Fragen rund um die Funktionalität der Wheelmap.
Wann ist ein Ort rollstuhlgerecht?
Ein einfaches Ampelsystem kennzeichnet die Rollstuhltauglichkeit der Orte:
Der Ort mit all seinen Räumen ist rollstuhlgerecht.
Der Ort ist prinzipiell zugänglich, aber nicht alle Räume.
Der Ort ist für einen Rollstuhlfahrer nicht zugänglich.
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